NIL trifft Technische Hochschule Nürnberg - Nachlese

Bereits das 5. Mal führten die Nürnberger Interessengruppe Lack und die TH Nürnberg Georg-Simon-Ohm am 22. September 2016 eine gemeinsame Veranstaltung durch. Diese Gelegenheit wurde wieder für eine kleine "Hausmesse" genützt, an der sich Keyser & Mackay - your partner in chemical distribution, KROMACHEM GmbH - Farben und Chemie, PRISMA GmbH - Gesellschaft für angewandte Informatik, TSL Mandelkow - Technische System Lösungen und X-Rite/Pantone - Farbkommunikation und Farbmeßtechnik, beteiligten.

Der Leiter des Kompetenzzentrums "Chemie, Material- und Produktentwicklung" (OHM-CMP) Dr. Jens Helbig begrüßte im Namen der Hochschule zusammen mit dem Sprecher der NIL Jürgen Kiroff die insgesamt 75 Teilnehmer und stellte die TH Nürnberg und ihre zahlreichen Aktivitäten vor. Beeindruckend war natürlich wie immer, die Aufzählung der Erfindungen und Entwicklungen, die in Nürnberg gemacht wurden und in deren geistiger Tradition die TH Nürnberg steht. Anschließend folgten drei Kurzreferate, in denen die Aktivitäten von Netzwerken bzw. Organisationen vorgestellt wurden, sowie fünf Referate über Anwendungen bzw. neue Produkte, die sich durch einen ausgeprägten Praxisbezug und eine hohe Aktualität, aber auch durch Kurzweil, auszeichneten.

Zuerst gab Dr. Justus Hermannsdörfer von der Nanoinitiative Bayern GmbH einen Überblick über die Aktivitäten des Clusters Nanotechnologie / NanoInks. Dabei ging es vor allem um die Entwicklung von Inkjet-Tinten für dekorative Anwendungen, sowie gedruckte Schaltungen und smart inks. Es folgte Prof. Marcus Reichenberger von der TH Nürnberg mit einer umfassenden Darstellung über den Inkjet-Druck und seine vielfältigen Möglichkeiten. Dabei stellte er seine Arbeiten zur Herstellung von gedruckten Thermo- und insbesondere Dehnungssensoren vor. Es ist noch zu bemerken, daß es in Nürnberg ein Netzwerk "Printed Electronics Franken" gibt. Bernd Hirschberger von der IHK / Bereich Berufsbildung referierte anschließend über die Ausbildungssituation und -möglichkeiten in der Chemie in Mittelfranken, wobei er sich auf das duale Studium kaprizierte. Tobias Urban von der AHK / Greater China stellte den Deutsch-Chinesischen Innovationsdialog vor und verwies auf eine entsprechende Veranstaltung am 11. November in Köln unter dem Motto "Geschäftschancen im Bereich Neue Materialien - von der Entwicklung zur Anwendung".

Nach der Pause erläuterte Gregor Schneider von der RAS AG (Rent-a-Scientist) den Einsatz von Nanosilber um lackierten Oberflächen antimikrobielle Eigenschaften zu verleihen. Er erwähnte ebenfalls das komplexe Zulassungsprocedere, dem auch diese hocheffektive und "harmlose" Methode unterworfen wurde. Marco Heuer von der Evonik Resource Efficiency GmbH hielt eine ebenfalls sehr anwendungstechnisch orientierte Präsentation mit dem Titel „Schlagzähe Oberflächen durch Core-Shell-Partikel“. Er stellte das vielseitige Additiv Albidur® vor, das aus monodispersen, kugelförmigen Core-Shell-Teilchen aus EP- oder PU-Harz und funktionalisiertem Siliconpolymer besteht und als Dispersion angeboten wird. In Lacken verbessert es zahlreiche Eigenschaften gravierend. Zu nennen sind u.a. die Haftung, die Korrosionsschutzwirkung, die Gleitfähigkeit, die Elastizität und natürlich die Schlagzähigkeit. Danach referierte Frank Rathje von der Deuteron GmbH über "Polymethylharnstoff zur Mattierung von Lackoberflächen". Die pulverförmigen Deuteron® bzw. Pergopak® Produkte sind nicht nur bewährte Mattierungsmittel, sondern können auch als hoch effektive Strukturmittel eingesetzt werden. Edmund Hess, ebenfalls von der Deuteron GmbH, gab in seinem Vortrag „Softfeel-Additive für haptische“ Oberflächen“ einen Überblick über die Anwendung der genannten Produktgruppen als Softfeel-Additive. Sie ermöglichen dem Kunden in den verschiedensten Lacken die haptischen Eigenschaften gezielt einzustellen, ohne andere lacktechnische Eigenschaften zu beeinträchtigen.

Die Veranstaltung endete mit einem deftigen Imbiss, den die Winkler-Bräu zubereitete, bei guter Stimmung und anregenden Diskussionen. Es sei nochmals allen Sponsoren, insbesondere der Deuteron GmbH, der Firma FKT für die Organisation sowie der TH Nürnberg für die Bereitstellung der Lokalität, herzlich gedankt.

Alle Referenten und Aussteller stehen natürlich jederzeit gerne für Fragen zur Verfügung.

Nachlese - Nil trifft Technische Hochschule Nürnberg

Wie jedes Jahr führten die Nürnberger Interessengruppe Lack und die TH Nürnberg am 15. September 2015 eine gemeinsame Veranstaltung durch. Dieses Mal mit dem Thema "Nachhaltigkeit in der Lackindustrie".

Der Leiter des neugegründeten Kompetenzzentrums "Chemie, Material- und Produktentwicklung" (OHM-CMP) Dr. Jens Helbig begrüßte im Namen der Hochschule zusammen mit dem Sprecher der NIL Jürgen Kiroff die insgesamt 75 Teilnehmer und stellte die TH Nürnberg und ihre zahlreichen Aktivitäten vor. Anschließend folgten fünf Referate, die wie immer sehr praxisbezogen waren und den neuesten Stand des jeweiligen Faches präsentierten.

Zuerst gab Dr. Christian Potzernheim-Zenkel von Bayern Innovativ eine Präsentation über "Innovationen und Netzwerke – gemeinsam zu neuen Technologien - Bayern Innovativ und der Cluster Neue Werkstoffe stellen vor: "Treffpunkt Kunststoffe, S-Life, WIPRONA, KIC Raw Materials". Es war ein gelungener Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten dieses Netzwerks neue innovative Technologien und Materialien zu entwickeln.

Es folgte Prof. Dr. Stefan Förster, Uni Bayreuth, Physikalische Chemie I, mit dem Vortrag "Warum Nano in Nanocomposites", wo er die Möglichkeiten darstellte isolierte Nanoteilchen mit modifizierter Oberfläche herzustellen und in verschiedene Matrices einzuarbeiten und die daraus resultierenden anwendungstechnischen Vorteile aufzeigte. Dr. Klaus Rose, Bereich Werkstoffchemie am Fraunhofer ISC in Würzburg, setzte die Reihe mit der Ausführung "Einsatzmöglichkeiten von Hybriden Schichten - hergestellt durch Sol-Gel-Technologie" fort. Er stellte die mannigfaltigen Möglichkeiten der Herstellung und Anwendungen der Ormocere vor. Besonders erwähnenswert war die Härtung, die auch durch UV-Licht, Elektronenstrahlen und Plasma erfolgen kann.

Danach referierte Dr. Harald Frommelius von der BASF in Düsseldorf über "Formulierungsadditive und ihr Beitrag zur Nachhaltigkeit". Die zahlreichen und vielseitigen Additive von BASF müssen strenge, genau definierte Kriterien auf ihre Umweltverträglichkeit bzw. Nachhaltigkeit erfüllen, die permanent an die gesetzlichen Vorgaben und den neuesten Kenntnisstand angepasst werden.

Die Veranstaltung endete mit einem Tandemvortrag von Anton Kruf, Galactic/Brüssel, und Kai Rohwedder ,Alfred Kochen/Hamburg, mit dem Titel "Galactic Bio-Solvents: A sustainable approach for the Coatings Industry, meeting latest paint regulations", bei dem die vielfältigen Möglichkeiten von Milchsäurederivaten als Additive und Lösemittel in Lacken vorgestellt wurden und die neben einer ausgezeichneten technischen Performance auch zahlreiche ökologische Vorteile bieten.

Danach lud die BASF Personal Care and Nutrition GmbH die Teilnehmer zu einem Imbiss ein, wobei ihr an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt sei. Es wurde wieder ausgiebig diskutiert und die Firmen BASF, mk-chemicals, Netzsch und Prisma legten Firmenschriften aus und stellten ihre Produkte vor.

Alle Referenten und Aussteller standen natürlich gerne für Fragen zur Verfügung.

Diese Veranstaltung war informativ und wurde von den Teilnehmern als gelungen bezeichnet.

Downloads:

BASF - Formulation Additives Product Catalog Europe

BASF - Formulierungsadditive und ihr Beitrag zur Nachhaltigkeit

BASF - Rebranding brochure

GALACTIC Bio Solvents

KAM - Präsentation THN Aktuell

Lacktechnologie in Franken

Die Nürnberger Interessengemeinschaft Lack trifft die TH Nürnberg Georg-Simon-Ohm mit dem Thema "Lacktechnologie in Franken"

Nach dem Erfolg der Referatetagung "Nanotechnologie in Franken" im letzten Jahr, führten die TH Nürnberg GSO und die Nürnberger Interessengruppe Lack (NIL) am 26. September 2013 die zweite gemeinsame Veranstaltung durch, dieses Mal mit dem Thema "Lacktechnologie in Franken".

Zuerst zeigten die Professoren Berthold von Grossmann (Fakultät Maschinenbau), Markus Hornfeck (Fakultät Werkstofftechnik), Karl-Heinz Jacob (Fakultät Angewandte Chemie) und Marcus Reichenberger (Fakultät Elektrotechnik, Feinwerktechnik, Informationstechnik / efi) 75 Besuchern die Labore und die beeindruckenden technischen Einrichtungen der jeweiligen Fakultäten.

Danach begrüßten Jürgen Kiroff, der Sprecher der NIL, und Dr. Jens Helbig, der Leiter des Kompetenzzentrums Analytik, Nano- und Materialtechnik, die insgesamt 90 Teilnehmer.
Anschließend folgten sechs Referate, die entsprechend den Interessen der Zuhörer sehr praxisbezogen waren und den neuesten Stand der jeweiligen Technik präsentierten. Es waren im einzelnen Dr. Tim Schubert von FutureCarbon GmbH in Bayreuth "Elektrisch leitfähige Beschichtungen auf Basis von Kohlenstoffnanomaterialien"; Prof. Marcus Reichenberger, Fak. efi, "Digitaldruck von Nano-Silber-Tinten zur Erzeugung leitfähiger Strukturen“; Prof. Dr. Berthold von Grossmann, Fak. Maschinenbau „Easy-to-Clean-Oberflächen in Wärmetauschern“; Prof Dr. Karlheinz Jacob, Fak. Angewandte Chemie, „Wie reaktiv ist eigentlich ein Reaktivharz?“; Prof. Dr. Markus Hornfeck, Fak. Werkstofftechnik, „Sol-Gel-basierte Lacke für funktionelle Oberflächen“ und Michael Rappl, Netzsch Feinmahltechnik GmbH in Selb, „Aufbereitung und Mischen von Lacken“.
Dr. Jens Helbig und Jürgen Kiroff zogen ein Resumée der Veranstaltung. Danach lud die Firma Netzsch Feinmahltechnik GmbH die Teilnehmer freundlicherweise zu einem Imbiß ein, bei dem wieder ausgiebig diskutiert wurde. Mehrere Firmen nutzten die Möglichkeit sich mit Informationsmaterial sowie Rollups und Exponaten zu präsentieren.

Fazit: Auch diese Veranstaltung kann mit Fug und Recht als gelungen bezeichnet werden, was durch den regen Gedankenaustausch und den Wunsch nach einer Fortsetzung dieser Veranstaltungsreihe unterstrichen wurde. Die Führung zeigte die technische Potenz der Hochschule Nürnberg und die äußerst hörenswerten sowie hoch aktuellen Vorträge wie auch der Diskussionsbeiträge machten deutlich, welch großes Entwicklungspotenzial sowohl in den Forschungseinrichtungen als auch in der Industrie für diese vielversprechenden Technologien in der Metropolregion Nürnberg bzw. in Franken vorhanden ist und das es zu nutzen gilt.

Downloads:

Elektrisch leitfähige Beschichtungen auf Basis von Kohlenstoff-Nanomaterialien


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