Nanotechnologie in Franken

Die Nürnberger Interessengemeinschaft Lack trifft die Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg: "Nanotechnologie in Franken"

Die Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg und die Nürnberger Interessengruppe Lack (NIL) führten am 18. September 2012 eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Thema "Nanotechnologie in Franken" durch.

Zuerst machten Dr. Jens Helbig vom Kompetenzzentrum Analytik, Nano- und Materialtechnik (KAM) der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg sowie die Professoren Markus Hornfeck und Marcus Reichenberger mit 35 Teilnehmern eine Führung durch die Labors des KAM sowie der beiden Fakultäten "Werkstofftechnik" und "Elektro-, Informations- und Feinwerktechnik". Anschließend folgten 80 Zuhörer den Vorträgen im Bayha-Saal der Hochschule mit großem Interesse.

Jürgen Kiroff, von Farben-Kiroff-Technik und Sprecher der NIL, begrüßte die Teilnehmer und stellte kurz die NIL und die Organisatoren der Veranstaltung vor.

nil nano franken 1

Danach präsentierte Dr. Jens Helbig die Hochschule mit ihren technischen Fakultäten, Instituten und Kompetenzzentren und gab einen Überblick über die Grundlagen, die Einsatzmöglichkeiten und die Perspektiven der Nanotechnologie. Anschließend erläuterte Werner Handl von der H.C. Carbon GmbH die verschiedenen Kohlenstoffmodifikationen und ihre Anwendungen, insbesondere in der High-Tech-Industrie. Dr. Stefan Mende von der NETZSCH Feinmahltechnik GmbH folgte mit der Vorstellung der neuesten Vermahlungstechnologien, die auch das Zerkleinern von Feststoffen bis in den Nanobereich (< 100nm) erlauben. Das Thema Vermahlen wurde durch die Vorstellung des neuen Europäischen Dispergierzentrums in Selb durch Dr. Felipe Wolff-Fabris vom Süddeutschen Kunststoffzentrum fortgesetzt. Christian Wolfrum von der ECKART GmbH zeigte die Möglichkeiten auf, mit Hilfe der Nanotechnologie neuartige Effektpigmente zu entwickeln.

Den Abschluß bildete das Referat von Dr. Christian Zenkel vom Fraunhofer ISC, der zeigte, wie man Nanoteilchen, insbesondere Carbon-Nanotubes, mit Hilfe physikalischer bzw. physikalisch-chemischer Methoden charakterisieren kann. Dr. Jens Helbig zog ein Resumée der Veranstaltung und entließ die Zuhörer zu einem Imbiss, zu welchem die Firma Grace GmbH & Co. KG eingeladen hatte, und bei dem ausgiebig diskutiert wurde. Mehrere Firmen nutzten die Möglichkeit Informationsmaterial auszulegen, Rollups und Exponate aufzustellen.

Fazit: Es war die erste Veranstaltung dieser Art und wurde von den Teilnehmern als voller Erfolg gewertet, was durch den regen Gedankenaustausch und den Wunsch nach einer Fortsetzung unterstrichen wurde. Die Führung zeigte die technische Potenz der Hochschule und die äußerst hörenswerten sowie top aktuellen Vorträge machten deutlich, welch großes Entwicklungspotenzial sowohl in den Forschungseinrichtungen als auch in der Industrie für diese vielversprechende Technologie in der Metropolregion Nürnberg bzw. in Franken vorhanden ist und das es zu nutzen gilt.

Freigegebene Vorträge zum Download:

Vortrag - Dr. Helbig - Download

Vortrag - Herr Mende - Download

Vortrag - Herr Wolfrum - Download

Vortrag - Herr Wolf-Fabris - Download

Vortrag - Herr Zenkel - Download